Mittwoch, 21. Mai 2008

Europaweite Stiftung für Frühgeborene gegründet


Erstaunlicherweise wird die Bedeutung der Kinderphysiotherapie für Frühgeborene immer noch unterschätzt. Obwohl in den Neonatologie-Abteilungen der grossen Spitäler oft auch Physiotherapeuten arbeiten, gehen deren Therapien zwischen Dauermedikation, Untersuchungen und Brutkästen oft vergessen.

Auch später, mit dem Umzug in die eigene Familie, hören die Sorgen für die Babys nicht auf. Eltern und Angehörige stehen weiter unter emotionaler und physischer Dauerbelastung.

Um sich der Frühgeborenen wie auch deren Eltern besser anzunehmen, wurde nun eine europaweite Stiftung gegründet, wie die Kölnische Rundschau berichtet.

Der Artikel zitiert eine Untersuchung, nach welcher fast 40 Prozent der Kinder, die vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren wurden, später eingeschult werden oder Lernprobleme haben. Jedes sechste Kind leidet unter Lese- und Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche oder Integrationsproblemen, 45 Prozent der frühgeborenen Kinder besuchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren eine Sonderschule oder einen anderen besonderen Schultyp.

Auch die Kostenfolgen für die Eltern sind beträchtlich. Therapiestunden für Sehschwächen, Fütterungs- und Motorikstörungen sind oft notwendig. Dazu kommen Muskelschwächen oder Sprachentwicklungsstörungen. Drei Viertel der Frühchen benötigen Physiotherapie, 40 Prozent gehen zur Ergotherapie und ein Drittel zur Logopädie.

Weiterführende Informationen:
www.efcni.org
www.fruehgeborene.de