Freitag, 12. Oktober 2007

Therapien: Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation - PNF

Die PNF-Methode ist eine Ganzkörperbehandlung und hat zum Ziel, gestörte Bewegungsabläufe zu normalisieren. Dazu werden die Druck- und Dehnungsrezeptoren in Muskeln (Propriozeptoren), aber auch Sehnen, Gelenkkapseln und Bindegewebe z. B. durch Druck, Dehnung, Entspannung oder auch Streckung stimuliert. Diese Abläufe werden in bestimmten festgelegten Reihenfolgen durchgeführt. Dadurch kommt es in den Muskeln zu einer vermehrten Reaktion, also z. B. einer vermehrten Muskelkontraktion oder -entspannung.

Sie gehört zu den "Basis-Methoden" der Physiotherapie und zeichnet sich durch komplexe Bewegungsmuster aus, welche grundsätzlich in diagonalen Mustern (sogenannte Pattern) verlaufen.

Wie bei vielen physiotherapeutischen Methoden ist es auch bei der PNF der Einsatz möglichst vieler Reize wichtig:
- über den Bewegungsapparat, wie Dehnung sowie durch Zug und Druck auf die Gelenke
- über die Haut - durch berühren
- über das Auge - durch Blickkontakte
- über das Gehör - durch Kommandos.

Ziele der PNF:
- Muskelspannung normalisieren
- Fördern der motorischen Kontrolle
- Fördern der Mobilität
- Fördern der dynamischen Stabilität, Ausdauer, Kraft
- Fördern der Geschicklichkeit, Koordination

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Mittwoch, 10. Oktober 2007

Therapien: Sensomotorische Integration (SMI) / Sensorische Integration (SI)

Präzise Darstellung dieses in der Kinderphysiotherapie sehr wichtigen Konzeptes, gefunden hier, kurz zusammengefasst:

Entwickelt von Jean Ayres (USA), findet die Sensomotorische (SMI) oder Sensorische Integration (SI) ihre Anwendung u.a. in der Krankengymnastik bei Kindern mit Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung. In der Arbeit mit Kindern gehört die Anwendung der SMI beginnend mit dem Säuglingsalter zu einem wesentlichen Bestandteil der Kinderphysiotherapie, idealerweise in Verbindung mit Kinder-Bobath. SMI findet Ihre Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern mit motorischer Unruhe, vestibulären oder taktil-proprio- zeptiven Über-/ oder Unterempfindlichkeiten. Auch funktionell bedingte Muskeltonusstörungen als Folge von Wahrnehmungsdefiziten werden mit SMI behandelt.

Die in der Therapie angewandten Maßnahmen fördern die sogenannte sensorische Integration der Sinneswahrnehmung. Hierzu gehören z.B. Tastsinn, Berührungssinn, Gleichgewichtssinn, visuelles System. Das Kind erfährt dabei die größtmögliche Unterstützung bei der Verarbeitung der Wahrnehmungsreize. Der Therapeut hilft dem Kind sozusagen, die Wahrnehmung aufzunehmen, sie weiter zum Gehirn zu leiten und sie dort möglichst effektiv zu sortieren und abzuspeichern.

Das Kind wird in Bezug auf alle sensomotorische Regelkreise untersucht und der Therapeut entwickelt unter Einbeziehung der Eltern eine speziell auf das Kind abgestimmte Behandlung. Dabei sollte möglichst nicht nur ein Wahrnehmungssystem beteiligt werden, sondern mehrere und zwar auf eine für das Kind möglichst interessante und spannende Weise.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Therapien: Heilpädagogisches Reiten - Hippotherapie

Hippotherapie ist eine Form der Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis. Das Therapiepferd wird als Medium verwendet, um Bewegungsimpulse auf das Becken des Menschen zu übertragen. Dabei sitzt oder liegt der Patient meist in der Gangart Schritt auf dem Pferderücken.

Ein heilender Effekt soll hier vor allem dadurch erreicht werden, dass sich der menschliche Körper auf die Impulse, die durch das sich bewegende Pferd verursacht werden, neu einpendeln muss. Dabei werden alle Bewegungsachsen sowie Torsionsbewegungen genutzt.

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Montag, 8. Oktober 2007

Therapien: Bobath

Das Bobath-Konzept ist einer der bekanntesten Ansätze der Kinderphysiotherapie. Es beruht auf der Annahme der „Umorganisationsfähigkeit“ des Gehirns, das heißt dass gesunde Hirnregionen die von den beeinträchtigten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können.

Ziel der Therapie ist es, verlorengegangene sensomotorische Funktionen, wie das Gehen oder das Anziehen von Kleidungsstücken, wieder anzubahnen. Die Behandlung soll in den täglichen Tagesablauf einbezogen werden. So wird das Waschen und Ankleiden bereits zur Therapie.

Heute behandeln Therapeuten und Pfleger aus verschiedenen Therapie- und Pflegerichtungen, insbesondere Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden, nach dem Bobath-Konzept. Neben Säuglingen und Kindern werden Erwachsene, das heißt auch Menschen nach Abschluss der Hirnreife, behandelt. In Reha-Einrichtungen gibt es ganze Teams, inkl. Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal, die das Konzept aufgegriffen haben und versuchen, es ganzheitlich im 24-Stunden-Management zu betreiben.

(c) Wikipedia; Bobath-Konzept